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Der Bau

Virtuelle Vorstellung mittels VR-Brille (mobil/zuhause)

Franz Kafka

Inhalt

Erleben Sie die vom Schauspielhaus Graz produzierte Virtual Reality-Inszenierungen zuhause! Für die Benutzung der VR-Brille benötigen Sie weder Strom noch eine WLAN-Verbindung. Lediglich ein Drehsessel und Kopfhörer (!) sind ratsam, um das uneingeschränkte VR-Erlebnis genießen zu können. Eine Anleitung mit den wichtigsten Infos finden Sie im gelieferten Paket.

BUCHUNG FÜR DAS GRAZER STADTGEBIET

Nach dem Ticketerwerb über shop.ticketteer.com/SchauspielhausGraz (Vereinbarung der Zustellzeit beim Ticketkauf) wird die bestellte VR-Brille von den PINK PEDALS Fahrradkurieren zur/zum Zuschauer*in nach Graz nach Hause geliefert, wo die auf der Brille gespeicherte 360°-Aufnahme zum gewünschten Zeitpunkt abgespielt werden kann. Am nächsten Werktag (Ausnahme: bei Lieferung am Freitag ist die Abholung am Montag) wird die Brille zum vereinbarten Übergabetermin von den Fahrradbot*innen wieder abgeholt.
Für alle Zuschauer*innen wurde ein technischer Support eingerichtet, der am jeweiligen „Vorstellungstag“ von 15.00 bis 20.00 Uhr unter 0664-8185688 erreichbar ist.

Buchung und Übergabe:

  • Die Lieferung ist im Stadtgebiet von Graz buchbar und erfolgt durch die PINK PEDALS Fahrradkuriere. (Sollten Sie den österreich- oder deutschlandweiten Versand buchen wollen, können Sie dies unter www.vr-firstrow.com tun.)
  • Die Zustellzeit ist beim Kauf des Tickets anzugeben. Sie ist an Werktagen zwischen 09.00 und 18.00 Uhr möglich (die Brille kann bis max. 14.00 Uhr für denselben Tag vorbestellt werden).
  • Die Auslieferung der VR-Brillen erfolgt nach hygienischen Standards, die Brillen werden nach jeder Nutzung gereinigt und desinfiziert.
  • Eine kontaktlose Übergabe ist selbstverständlich möglich.

Abholung:

  • Die Abholung der Brille durch den Fahrradkurierdienst kann grundsätzlich wochentags zwischen 10.00 und 18.00 Uhr erfolgen.
  • Der konkrete Abholzeitpunkt am folgenden Werktag wird bereits bei der Zustellung mit dem Fahrradkurier vereinbart.

Infos rund um die 360°-Theateraufführung:

  • Im Paket befindet sich ein Bedienungsleitfaden.
  • Die auf der Brille gespeicherte 360°-Aufnahme können Sie zum gewünschten Zeitpunkt abspielen.
  • Das beste Hörerlebnis erzielen Sie mit Kopfhörern! Bitte dabei auf die linke und rechte Seite achten.
  • Sollten technische Schwierigkeiten auftreten, wenden Sie sich bitte an den Support (erreichbar am jeweiligen „Vorstellungstag“ von 15.00 bis 20.00 Uhr unter 0664-8185688).

Bestellung für das Grazer Stadtgebiet: https://shop.ticketteer.com/SchauspielhausGraz

Lieferung und Abholung: Kurierservice Pink Pedals, 0316-712612 // contact@pinkpedals.at, Mo – Fr von 08.00 bis 18.00 Uhr http://pinkpedals.at/

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Zum Stück:

Franz Kafkas Erzählung „Der Bau“ (1923/24) setzt einen namenlosen Protagonisten ins Zentrum, der sich einen komplizierten unterirdischen Bau angelegt hat: ein System aus Höhlen, Gängen und Plätzen, dessen Eingang unter einer Moosschicht verborgen liegt. Geschäftig arbeitet er an der Verbesserung und Befestigung seines einsamen und stillen Heims, trägt Vorräte zusammen wie Schätze, vertieft sich in Reflexionen und Selbstgespräche, die immer wieder auch an ein abwesendes Gegenüber gerichtet sind, das er gleichermaßen vermisst wie fürchtet. Denn die Angst vor dem Einbruch eines unsichtbaren Feinds in seinen Schutzraum begleitet ihn auf Schritt und Tritt und manifestiert sich schließlich in einem unerklärlichen Geräusch: einem seltsamen Zischen, dessen Quelle er nicht und nicht ausfindig machen kann.

Neben vielen Deutungsmöglichkeiten lässt sich der Bau in Kafkas gleichnamiger Erzählung nicht zuletzt als Metapher auf ein Theater im Stillstand lesen, in dem ein Schauspieler unbeirrt seinen Tätigkeiten nachgeht, ungesehen und ungehört von der Welt „da draußen“, und sich dabei tiefer und tiefer in seine eigenen Gedanken und Vorstellungswelten gräbt.

Über das VR-Headset begleitet das Publikum den Protagonisten auf seinen unterirdischen Streifzügen und wird dabei an unbekannte und ungewöhnliche Orte im Schauspielhaus geführt: ein Blick in 360° hinter die Kulissen und tief ins Innere des Theaters.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Institut für Elektronische Musik und Akustik der Kunstuniversität Graz.

Besonderer Dank gilt den technischen Abteilungen des Schauspielhauses.

Pressestimmen

„Der VR-Brille sei Dank: Die Franz-Kafka-Erzählung ‚Der Bau‘ führt als famose virtuelle Vorstellung durch das Innere des Schauspielhaus Graz – und gestattet es doch jedem Besucher, bei sich daheim zu bleiben. […] Kafkas tastende Sätze kommen [Florian Köhler] mit großem Ernst über die Lippen. Zugleich wirbt hier ein Schauspieler um seine Wahrnehmung. […] Donnernder Applaus allen Beteiligten […].“ (Der Standard / www.derstandard.at, Ronald Pohl, 29.05.2021)

„Virtual-Reality-Brille sei dank, wird Florian Köhler mit Rundumblick durch Orte im Schauspielhaus begleitet, die für gewöhnlich verborgen bleiben. Versteckte Gänge, die stolze Drehbühne, unbenutzte Requisiten. Virtuell wird man zum lautlosen Eindringling in diesem Dachsbau eines Neurotikers. Die VR-Brille wird zum Verstärker des Wahns, zugleich zügelt die Ungreifbarkeit von Kafkas Sprache die Empathie. Am Ende der Regiearbeit von Elena Bakirova bleibt man alleine, das Klatschen verklingt ungehört. Näher kann man Kafkas Prosafigur nicht kommen.“ (Kleine Zeitung, Daniel Hadler, 30.05.2021)

„Dabei setzte Regisseurin Elena Bakirova auf das Gebäude mit all seinen Gängen, Winkeln, Kellern, aber auch der Weite der leeren Bühne als Hauptdarsteller, obwohl ihr mit Florian Köhler ein ausgezeichneter Umsetzer von Kafkas rätselhaftem Text zur Verfügung steht. […] Florian Köhler zeigt dabei eine Intensität, die über die ganze Zeit nicht nachlässt und die Zuschauer noch zusätzlich in das Geschehen hineinzieht. Eine spannende Produktion der völlig anderen Art.“ (APA, Karin Zehetleitner, 28.05.2021)

„Beklemmend, intensiv und beeindruckend umgesetzt. […] Florian Köhler spielt mit der Kamera, als hätte er nie etwas anders getan. […] Besonders beeindruckend ist ‚Der Bau‘ jedoch, wenn Florian Köhler der Kamera ganz nahe kommt, sie fokussiert und anstarrt. Regisseurin Elena Bakirova hat verstanden, wie Theater mit Virtual Reality funktionieren kann. Eine große Empfehlung!“ (Kronen Zeitung, Hannah Michaeler, 30.05.2021)

„‚Der Bau‘ ist ein Blick in den Kopf eines verzweifelten Baumeisters, der mit der Außenwelt nichts anzufangen weiß. Eine Geschichte, die als Metapher für den Stillstand eine neue Dringlichkeit erhält.“ (Woche Graz / www.meinbezirk.at, Ludmilla Reisinger, 02.06.2021)

„Regisseurin Elena Bakirova versucht, alle Möglichkeiten, die das digitale Wunderwerkl 360-Graz-Kamera bietet, zu nutzen, schafft einige Situationen, die Nähe und Intimität ins traute Heim übermitteln. Ein Getriebener, ein Gefangener seiner Ängste wird da auf stimmige Weise porträtiert.“ (Salzburger Nachrichten, Martin Behr, 31.05.2021)

ORT & DAUER
ANDERE ORTE
PREMIERE
28. Mai 2021
BESETZUNG
BILDGESTALTUNG / SCHNITT
Markus Zizenbacher
AUSSTATTUNG
Tanja Kramberger
SET-TON / SOUNDDESIGN / 3D-AUDIO MIX
Elisabeth Frauscher
PRODUKTIONSASSISTENZ
Kathrin Eingang
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