Die kahle Sängerin

Anti-Stück von Eugène Ionesco

Aus dem Französischen von Serge Stauffer

Inhalt

Eugène Ionesco bezeichnete „Die kahle Sängerin“ als ein „Anti-Stück“, als „Parodie eines Stücks, eine Komödie über die Komödie“. Bizarre Dialoge, die sich zwischen den Figuren entspinnen, steigern sich zunehmend in ein Feuerwerk aus sinnentleerten Phrasen und Nonsens-Sätzen und die Handlung (wenn man das, was geschieht, so nennen darf) ist rasch zusammengefasst: Das gutbürgerliche Ehepaar Smith erwartet Besuch von Mr. und Mrs. Martin, die bei ihrem Auftritt erst einmal klären müssen, ob sie einander kennen. Am Ende stellen die beiden erfreut fest, dass sie im selben Bett schlafen, verheiratet sind und ein Kind haben. Das Dienstmädchen Mary und ein Feuerwehrmann auf der Suche nach einem zu löschenden Brand haben auch noch ihren Auftritt; auf die kahle Sängerin indes, wie könnte es anders sein, wartet man vergeblich. Und die Wanduhr macht auch, was sie will.

Der 1912 in Rumänien geborene Eugène Ionesco gilt als einer der wichtigsten Autor*innen im Frankreich der Nachkriegszeit. „Die kahle Sängerin“ war sein erstes Theaterstück, zu dessen absurden Konversationen ihn angeblich ein Englisch-Lehrbuch inspirierte. Die Uraufführung der „Kahlen Sängerin“ 1950 im Pariser Théâtre des Noctambules fiel allerdings bei Kritik und Publikum durch: Zu ungewöhnlich war diese Parodie auf gesellschaftlichen Konformismus, die sämtliche Dramenkonventionen über den Haufen warf. Erst später avancierte das Stück zu einem Klassiker des absurden Theaters der 50er- und 60er-Jahre, das bis heute untrennbar mit dem Namen Eugène Ionesco verbunden ist.

Die Regisseurin und Schauspielerin Anita Vulesica inszeniert zum dritten Mal in Graz und erneut eine absurde Komödie. Ihre Eröffnungsproduktion der Spielzeit 20.21, die Österreichische Erstaufführung von Thomas Köcks „dritte republik (eine vermessung)“, wurde mit dem Nestroy-Theaterpreis 2021 in der Kategorie „Beste Bundesländer-Aufführung“ ausgezeichnet; ihre Arbeit in der vergangenen Spielzeit, Svenja Viola Bungartens „Garland“, war eine vielbeachtete Uraufführungsinszenierung.

REGIE Anita Vulesica
BÜHNE Henrieke Engel
KOSTÜME Janina Brinkmann
MUSIK Camill Jammal
CHOREOGRAFIE Mirjam Klebel
DRAMATURGIE Karla Mäder
THEATERPÄDAGOGIK Viola Novak

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Theaterdialog am 30.11.2022

TERMINE
Fr, 18. Nov 19:30
PREMIERE
Mi, 23. Nov 19:30
Fr, 25. Nov 19:30
Mi, 30. Nov 19:30
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