Michael Martinelli 
Daniel Bäck / Videoproduktion www.backlight.at

Fischer-Fritz_Sebastian-Pass_Alina-Danko_184_c_Lex-Karelly
Gerhard Balluch

Michael Martinelli 
Daniel Bäck / Videoproduktion www.backlight.at

Fischer-Fritz_Sebastian-Pass_Alina-Danko_184_c_Lex-Karelly
Gerhard Balluch

Fischer Fritz

Österreichische Erstaufführung

Sprechtheater von Raphaela Bardutzky

Inhalt

Fritz, Fischer in dritter Generation, fischt nicht mehr. Nach einem Schlaganfall ist er auf Rundumbetreuung angewiesen. Sein Sohn Franz hatte keine Lust, die Familientradition fortzuführen und leitet in der Großstadt eine erfolgreiche Kette von Friseurgeschäften. Da er sich nicht um den Vater kümmern kann, plädiert er für ein Pflegeheim in der weit entfernten Stadt. Das kommt beim Vater gar nicht gut an. Auch wenn das Sprechen für Fritz schwierig geworden ist, der Kopf ist klar und vor allem stur. Fritz will sein Haus am Fluss nicht verlassen – ums Verrecken nicht. Was ist also zu tun? Wer übernimmt die Versorgung des pflegebedürftigen Rentners?

Die Lösung ist eine junge 24-Stunden-Betreuerin aus Osteuropa. Gemeinsam mit anderen Frauen macht sie sich in einem Kleinbus auf den Weg gen Westen. Nach der Ausbildung hatte sie sich in die weite Welt geträumt und nun das: gefangen in der Einöde auf einem einsamen Bauernhof. Immerhin kann Uljana bei Fritz mit leckeren Fischgerichten punkten und bemüht sich redlich um Kommunikation mit ihrer neuen Familie auf Zeit. Ansonsten betreut sie ihren Patienten täglich 24 Stunden, rund um die Uhr – außer montags, da ist Sohn Franz da und sie hat frei. Aber in ihrer Freizeit bleibt ihr nur Musikhören und Chatten mit Borys, dem Busfahrer aus ihrer Heimat, der sie hergebracht hat und hoffentlich auch wieder abholen wird.

Autorin Raphaela Bardutzky gelingt mit „Fischer Fritz“ ein Stück, in dem sich Heimat und Fremde, Landleben und Großstadt, verschiedene Sprachen, Dialekte und unterschiedliche Kommunikationsformen begegnen. „Fischer Fritz“ ist nicht nur Sprechtheater, sondern auch Sprachtheater. Schnell wird zwischen den Ebenen und Situationen, den Sprachen und Dialekten geswitcht. Heraus kommt eine besondere, berührende Geschichte über drei Lebenswege und ihre Bedingungen in unserer Gegenwart, verbunden durch das große Thema Pflegenotstand. Das Stück ist eines von drei preisgekrönten Texten der Autor:innentheatertage 2022 am Deutschen Theater Berlin.

Wir verlegen das ursprünglich in Bayern verortete Stück in die Steiermark, genauer gesagt in das Murtal, und arbeiten für die Rolle der jungen Betreuerin mit einer ukrainischen Schauspielerin zusammen.

REGIE Julia Skof
AUSSTATTUNG Julia Nussbaumer
DRAMATURGIE Elisabeth Tropper
THEATERPÄDAGOGIK Timo Staaks

Übersetzungen ins Ukrainische: Mykola Lipisivitskyi

Übertragungen ins Steirische unter Mithilfe von Rudolf Bittinger.

Unser Dank gilt dem Freundeskreis des Schauspielhaus Graz e.V. für die Übernahme der Übersetzungskosten.

Ferner danken wir dem Landesfischereiverband Steiermark für die inhaltliche Unterstützung.

 

Schauspielhaus Aktiv
THEATERPÄDAGOGIK Timo Staaks

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

MITLERNEN
Warm-up
Nachbereitung

Pressestimmen

„Natürlich ist es der Abend der Schauspieler, allen voran Gerhard Balluch, der den Fischer Fritz ganz zurückgenommen und sehr berührend gestaltet. Sein Gegenpol ist die junge, lebhafte Pflegerin, die von der ukrainischen Schauspielerin Alina Danko mit Herzblut und Humor gespielt wird. Und dann ist da noch Sohn Franz, dem Sebastian Pass Tiefgang fernab aller Klischees verleiht. […] Ein starker Abend, der keine leichte Kost bietet, dafür aber ein intensives Theatererlebnis.“ (Kronen Zeitung, Michaela Reichart, 15.01.2023)

„Glanzrolle für Gerhard Balluch […] Regisseurin Julia Skof versammelt ihre drei Protagonisten gemeinsam mit dem Publikum an einem großen ovalen Tisch – im immer wieder scheiternden, aber beharrlichen Versuch, miteinander ins Gespräch zu kommen. Berührend.“ (Kleine Zeitung, Ute Baumhackl, 15.01.2023)

„Der große Gerhard Balluch verkörpert den von vielerlei Gebrechen geplagten alten Fischer […] so glaubwürdig, dass es vor Spannung im Raum knistert. […] Auch Alina Danko als hinreißend beherzte Pflegerin und Sebastian Pass als Sohn, der mit Tradition und Landleben gebrochen hat, holen aus dem ,vorgefundenen‘ Text und ihren Rollen das denkbare Maximum heraus. Schauspiel auf hohem Niveau in seiner essenziellen Form ist an diesem Abend erlebbar.“ (KUMA, Sigrun Karre, 16.01.2023)

 

TERMINE
Fr, 13. Jän 20:30 - 22:00
PREMIERE
Mi, 08. Feb 20:30 - 22:00
Do, 16. Feb 20:30 - 22:00
Do, 02. Mär 20:00 - 21:30
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ORT & DAUER
HAUS DREI
Hofgasse 11, A - 8010 Graz
Dauer: ca. 1 Stunde 35 Minuten
PREMIERE
13. Jänner 2023, HAUS DREI
BESETZUNG
Medien

Michael Martinelli 
Daniel Bäck / Videoproduktion www.backlight.at

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Gerhard Balluch