Garland

Uraufführung

Svenja Viola Bungarten

Inhalt

„Garland“ ist ein Theaterstück nach einem Film von Salvatore Brandt. Dieser ist ein Spezialist für Low-Budget-Horror-Heimatfilme, in denen ausnahmslos niemand überlebt und die folglich niemand sehen will. Ist die Situation in der ländlichen Gegend, in der er seinerseits versucht, mit seiner Kunst zu überleben, doch schon schlimm genug: Dürre, Hitze und Staub führen zu Erosion, Bränden und Landflucht. Einzig die Moderatorin des Lokalradiosenders „Radio Garland“ versucht dort als munter sprudelnde Informationsquelle gute Laune und launige Musik zu verbreiten. Zu Gast bei ihr im Studio sind nicht nur der erfolglose Filmemacher auf der Suche nach Sponsoren, sondern auch zwei abgebrannte, mit ihrer Versicherungsgesellschaft hadernde Landwirte und eine mit brennbaren Substanzen handelnde Tankstellenbesitzerin, die denkt, ein Lied im Radio würde dabei helfen, ihre verlorene Tochter zu finden.

Eine ländliche Komödie, eine Klimatragödie, ein Theater-Roadmovie, eine Zauberer-von-Oz-Posse, eine Polizeisatire, ein Stück voll skurriler Gestalten: Hier kämpfen und solidarisieren, straucheln und fangen sie sich auf, die Loser, die Abgehängten, die Habenichtse in einem mittleren Osten irgendwo in Europa. Zähe Gestalten, die uns daran erinnern, dass Aufgeben keine Option ist, selbst wenn die Probleme übermächtig sind. Oder, wie die jugendliche, vermeintliche Brandstifterin Dorothee Sturm (eine entfernte Verwandte von Greta Thunberg) sagt: „Es geht genau darum, dass man es trotzdem versucht. Gegen alle Widerstände.“

Beim Schreiben von „Garland“ habe sie die Katastrophe als Zustand interessiert, sagt die Autorin, die im Mai 2021 für ihr neues Stück „Maria Magda“ den Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarktes gewann. Inszeniert wird „Garland“, das die bittere Wahrheit vom Klimawandel in pointierte Dialoge bringt, von Anita Vulesica, die in der vergangenen Spielzeit „dritte republik (eine vermessung)“ von Thomas Köck mit Lust an der Groteske auf die Bühne brachte.

SCHAUSPIELHAUS AKTIV
Theaterpädagogik
Marcus Streibl-Harms

MITLERNEN Vorbereitender Workshop, Warm-up, Nachbereitung, Lehrer*innenauftakt am 4.11.
MITSPIELEN Spielsamstag am 13.11.
MITSCHAUEN Schauklub am 22.12.
MITREDEN Theaterdialog am 22.12.

Altersempfehlung: ab 14

TERMINE
Sa, 06. Nov 19:30
PREMIERE
Do, 11. Nov 19:30
Sa, 13. Nov 19:30
Di, 16. Nov 19:30
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ORT & DAUER
HAUS EINS
Hofgasse 11, A - 8010 Graz
PREMIERE
06. November 2021, HAUS EINS
BESETZUNG
BÜHNE & VIDEO
Frank Holldack
MUSIK
Camill Jammal
CHOREOGRAPHIE
Mirjam Klebel
DRAMATURGIE
Karla Mäder
SALVATORE BRANDT
Frieder Langenberger
ONKEL HENRI
Rudi Widerhofer
DOROTHEE STURM
Katrija Lehmann
JUDY GARLAND
Evamaria Salcher
GUS BRANDT
Lukas Walcher
Medien