Wunderland

ein VR-Film von Kurdwin Ayub

UNTERSTÜTZT VOM CREATIVE EUROPE FONDS

Inhalt

Im Theater sitzt man im Dunklen vor der Bühne, in einem Virtual-Reality-Film darf man auf ihr sein. Das Erlebnis kann sich so real anfühlen, dass man die Welt um sich herum vergisst und eintaucht in eine virtuelle Realität, die ganz neu und aufregend ist. VR ist ein ungemein intensives Erlebnis, das auch aufwühlende kathartische Erlebnisse ermöglicht, von denen die alten Griechen und das Theater nur träumen konnten.

Während des ersten Lockdowns haben wir angefangen, mit der VR-Technik zu experimentieren. Gleich die ersten beiden Produktionen, „Krasnojarsk“ von Johan Harstad (Regie: Tom Feichtinger) und „Der Bau“ nach Franz Kafka (Regie: Elena Bakirova) – beide von Kameramann / Editor Markus Zizenbacher und Tonfrau Eli Frauscher in Szene gesetzt – brachten das Schauspielhaus Graz mitten im Lockdown in die halbe Welt und schlossen das Theater an die Zukunft an: „Krasnojarsk“ wurde in ganz Europa gezeigt, lief auf Festivals in Melbourne, London, Manchester und Berlin, „Der Bau“ bereicherte u. a. im Lockdown den Deutschunterricht. Anders als Theater ist das VR-Erlebnis unvergänglich und kann nachhause oder in die Schule bestellt werden (Details dazu auf den Stückseiten auf unserer Website).

Der neue VR-Film des Schauspielhaus Graz, „Wunderland“, entführt in die Welt eines kleinen Mädchens. Mit einer VR-Brille auf der Nase und Kopfhörern mit 3-D-Sound auf den Ohren hat man die Chance, einen Moment lang wieder Kind zu sein, das Leben durch unschuldige Augen zu sehen. Wie war das damals, als wir Kind waren? Erinnern wir uns noch an die Zeit, als unser bester Freund ein Haustier war? Die Welt um uns herum war viel größer, viel wunderlicher, abenteuerlicher, aber auch furchteinflößender. Denn so unschuldig ist auch die Kindheit nicht: Wie war das, als die Eltern miteinander stritten; wie fühlte es sich an, als sie uns allein ließen? Inspiriert von Lewis Carrolls „Alice“ blickt der 20-minütige Virtual-Reality-Film durch die Augen eines kleinen Mädchens auf die Welt, in der Mama, Papa, Hase, Freundin und ein Albtraum Teil eines ganz normalen Tagesablaufs sind. Die Kindheit: ein magischer Ort, an den man mithilfe der VR-Technik zurückkehren kann.

Inszeniert wird das Virtual-Reality-Abenteuer von Kurdwin Ayub, die im Februar 2022 für ihren Film „Sonne“ auf der Berlinale 2022 mit dem Preis für den Besten Erstlingsfilm ausgezeichnet wurde. „Sonne“ war auch der Eröffnungsfilm der Grazer Diagonale 2022.

REGIE Kurdwin Ayub
KAMERA / SCHNITT Markus Zizenbacher
KOSTÜME Carola Pizzini
THEATERPÄDAGOGIK Timo Staaks

Schauspielhaus Aktiv

MITLERNEN
Fortbildung für Lehrpersonen
„VR-Abenteuer im Klassenzimmer“ am 30.09.2022

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