Jan-Christoph Gockel

Jan-Christoph Gockel ist Theater- und Filmregisseur. Seit der Spielzeit 2020/21 ist er Hausregisseur und Teil der künstlerischen Leitung der Münchner Kammerspiele. Gemeinsam mit dem Schauspieler, Puppenbauer und -spieler Michael Pietsch hat er seine eigene Kompanie gegründet: peaches&rooster. Er studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Frankfurt/Main u.a. bei Hans-Thies Lehmann sowie Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. 

Im Zentrum seiner Inszenierungen stehen meist politische Fragestellungen. Wie kaum ein anderer Regisseur verbindet er dabei Politik mit Poesie: Oft treffen in seinen Arbeiten Puppen, Schauspieler*innen, Musik, dokumentarisches Material und die Ergebnisse von Recherchereisen aufeinander. Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten künstlerischer Zusammenarbeit entwickelt er innovative, hybride, internationale Theater- und Filmformate wie für „Wir Schwarzen müssen zusammenhalten“ (Münchner Kammerspiele, 2021). Bereits seit 2013 beschäftigt sich Jan-Christoph Gockel intensiv mit dem afrikanischen Kontinent. Das Verhältnis Europas zu den ehemaligen Kolonien, die Auswirkungen des Kolonialismus und wirtschaftliche Abhängigkeiten wurden zum Thema von „Kongo-Müller“, „Herz der Finsternis“, „Der Auftrag: Dantons Tod“ (Schauspielhaus Graz) und „Coltan-Fieber“, dessen Premiere 2014 in Ouagadougou, Burkina Faso stattfand. Weitere Recherchereisen führten Gockel und sein Team u.a. in den Kongo, nach Ruanda, Washington, Hawaii und 2018 wiederum nach Burkina Faso, wo neben dem Theaterabend „Die Revolution frisst ihre Kinder!“ auch Gockels gleichnamiger erster Spielfilm entstand, der im Rahmen der Viennale 2020 zur Premiere kam. Beide Projekte entstanden in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Graz, mit dem Gockel eine langjährige Arbeitsbeziehung verbindet. 

Gockels Arbeiten wurden für den Nestroy-Theaterpreis nominiert (2010, 2016, 2017, 2019), den er 2017 für „Der Auftrag: Dantons Tod“ und 2019 für „Die Revolution frisst ihre Kinder!“ gewann. Einladungen führten seine Inszenierungen zum Heidelberger Stückemarkt, zu den Mülheimer Theatertagen und zu den Autor:innentheatertagen des Deutschen Theaters Berlin (2011, 2016, 2019, 2022). Gockels erster Dokumentarfilm „Coltan-Fieber: Connecting People“ feierte seine Premiere 2022 im Wettbewerb Dokumentarfilm beim Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken.

Spielzeit 2022.2023:

„Hospital der Geister“ nach der Fernsehserie von Lars von Trier und Niels Vørsel, Regie: Jan-Christoph Gockel

Spielzeit 2019.2020:

"Die Revolution frisst ihre Kinder!", Ein Film- und Theaterprojekt von Jan-Christoph Gockel & Ensemble, in Kooperation mit dem africologneFESTIVAL, Regie: Jan-Christoph Gockel.


Spielzeit 2018.2019:

"Die Revolution frisst ihre Kinder!", Ein Film- und Theaterprojekt von Jan-Christoph Gockel & Ensemble, in Kooperation mit dem africologneFESTIVAL, Regie: Jan-Christoph Gockel.


Spielzeit 2016.2017:

„Der Auftrag: Dantons Tod“ mit Texten aus Heiner Müllers „Der Auftrag“ und Georg Büchners „Dantons Tod“, Regie: Jan-Christoph Gockel


Spielzeit 2015.2016:

„Merlin oder Das wüste Land“ von Tankred Dorst, Regie: Jan-Christoph Gockel, Die Eröffnungspremiere von HAUS EINS fand am 24. September 2015 statt.