Prodromos Tsinikoris

Prodromos Tsinikoris arbeitetet als Regisseur, Dramaturg und Schauspieler in Athen. 1981 in Wuppertal als Sohn griechischer Gastarbeiter geboren, studierte er von 1999 bis 2005 an der Theaterfakultät an der Aristoteles Universität von Thessaloniki.

Im Mai 2008 wurde er zum Internationalen Forum des Theatertreffens in Berlin eingeladen.

2009 zog er nach Athen, wo er u. a. mit Dimiter Gotscheff („Perser“) und Rimini Protokoll („Prometheus in Athen“ - Regieassistent) zusammenarbeitete.

Zusammen mit  Anestis Azas schrieb und inszenierte er folgende Realitätstheaterprojekte: „Bahnreise“ (Athens & Epidaurus Festival, 2011), „Epidaurus - eine Dokumentation“ (Athens & Epidaurus Festival, 2012), „Telemachos - should I stay or should I go?“ (Ballhaus Naunynstraße, Berlin und Onassis Culture Center, Athen, 2013), „Utopia in Progress“ (Jugendtheater Konstanz und Nationaltheater Nordgriechenlands, 2014), „X FIRMEN“ (Theater der Welt Festival, Mannheim 2014), „Geblieben um zu gehen“ (Maxim Gorki Theater Berlin, 2015), „Clean City“ (Onassis Culture Center und Münchener Kammerspiele, 2016) und „Hellas München“ (Münchner Kammerspiele und Athens & Epidaurus Festival 2018).

Im Mai 2015 war er Mitglied des dramaturgischen Teams und zuständig für die Recherche von „X Apartments“ (Konzept: Matthias Lilienthal), das in Wohnungen von Athener Bürgern stattfand und vom Onassis Cultural Center produziert wurde. Außerdem inszenierte er für das Athens & Epidaurus Festival 2015 den Audio Walk „In the middle of the street“ im Zentrum von Athen, bei dem obdachlose Bürger die Protagonisten waren.

Ab Oktober 2015 hatte er für vier Jahre zusammen mit Anestis Azas die künstlerische Leitung der „Experimentellen Bühne -1“ des Nationaltheaters in Athen inne.

Spielzeit 2021.2022:

„Trashland“ Büger*innenbühne über Glanz und Schrott der Wegwerfgesellschaft, Regie: Anestis Azas, Prodromos Tsinikoris