Fr, 16.10.2026
19:30 Schauspielhaus
Die Nashörner
von Eugène Ionesco
Aus dem Französischen von Frank Heibert & Hinrich Schmidt-Henkel
Sie schnaufen und röhren, wirbeln erst gehörig Staub auf und trampeln dann alles nieder: Nach und nach verwandeln sich die Menschen im Umfeld des Büroangestellten Bérenger in rasende Nashörner. Die Sichtung des ersten Tieres, das randalierend durch die Stadt läuft, wird noch als Gerücht abgetan, aber aus dem angeblichen Einzelfall wird schnell eine Massenbewegung, die plattritt, was sich ihr in den Weg stellt. Wer gestern noch die Existenz der Nashörner leugnete, ist schon heute eines von ihnen geworden.
Eugène Ionescos Stück zählt zu den Klassikern des absurden Theaters und entwirft eine Parabel über ideologische Verführung und das Erstarken eines totalitären Systems. Die »Rhinozeritis« beginnt schleichend, greift dann aber um sich – bis Widerstand zwecklos erscheint und Anpassung zur vermeintlich einzigen Option wird. Wie verhindert man, selbst zum Nashorn zu werden, wenn um einen herum schon alles zu stampfen beginnt?
Regisseurin Ulrike Arnold kehrt bereits zum vierten Mal ans Schauspielhaus Graz zurück und inszeniert wieder einen Theaterabend voller absurder Komik, die eine groteske Wirklichkeit zu fassen versucht. Mit feinem Gespür für Humor nimmt sie sich der Figuren in Ionescos Stück an und erschafft gemeinsam mit ihrem Erfolgsteam eine Welt, in der der Nashorn-Wahnsinn spürbar wird und das Absurde ebenso komisch wie bedrohlich ist.
Premiere: 16.10.2026
© Ines Pamperl / Scroll durch dein Leben! Team
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Regie:
Ulrike Arnold
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Bühne:
Franziska Bornkamm
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Kostüme:
Anna Lechner
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Musik:
Florian Rynkowski
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Dramaturgie:
Herbert Graf