Ein Übertritt

Premiere
Sa, 14.11.2026
19:30 Schauspielhaus

Österreichische Erstaufführung

Ein Übertritt

Gedicht von Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek hat den 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs zum Anlass für eine Auseinandersetzung mit Krieg, Zerstörung, Schuld und Geschichtsvergessenheit genommen. Sprachlich virtuos wie immer, verschränkt Jelinek in »Ein Übertritt« den historischen Moment des Kriegsendes mit dem Gewaltpotenzial gegenwärtiger gesellschaftspolitischer Entwicklungen. Krieg und Gewalt sind nie beendet, sondern schreiben sich in der Menschheitsgeschichte ungebrochen fort. Mit analytischem Sprachwitz enttarnt die österreichische Literaturnobelpreisträgerin das Reden von Gerechtigkeit, Neuanfang und einem »Nie wieder« als leere Versprechungen.

Elfriede Jelineks Text kommt am Schauspielhaus Graz zur österreichischen Erstaufführung. Regie führen Victoria Halper und Kai Krösche, die als Regieduo DARUM in der deutschsprachigen Theaterlandschaft derzeit für Furore sorgen. Oft arbeiten sie mit immersiven Settings, sowohl im analogen als auch im digitalen Raum. Ihr VR-Abend »[EOL]. End of Life«, 2025 beim Berliner Theatertreffen und in Graz beim Digithalia-Festival zu sehen, erhielt international große Beachtung. Ihre Arbeiten spielen mit den Mitteln der Überwältigung, mit denen sie auch Jelineks sprachgewaltigen Text in einer medienübergreifenden Inszenierung auf die Bühne bringen. So überführen sie Jelineks Sprachbilder, in denen sich Bedeutungen stets überlagern und verschieben, in eine Bühnenwelt, in der sich Musik, mediale Bildwelten und Schauspiel zu einem ebenso visuell beeindruckenden wie aufklärerischen Theatererlebnis verbinden.

Premiere: 14.11.2026

Foto mit einer brennenden Bananenkisten von der Seite, sieht aus wie ein Gesicht mit zwei Augen und einem Mund und Flammen ragen wie Haare aus der Kiste, aufgenommen in der Nacht © Patricia Ibounigg / Scroll durch dein Leben!

Team

  • Regie: 
    Victoria Halper & Kai Krösche (DARUM)
  • Bühne & Kostüme: 
    Andrea Meschik
  • Musik: 
    Simon Dietersdorfer, 
    Sandy Lopičić
  • Dramaturgie: 
    Andrea Vilter

Termine

Sa, 14.11.2026
19:30 Schauspielhaus