And the Stars Will Be up Tonight

And the Stars Will Be up Tonight

Ein rhythmisch-gymnastischer Essay

von und mit Mervan Ürkmez

In Zeiten gesellschaftlicher oder persönlicher Krisen steht der Ausgangszustand auf dem Spiel. Etwas ist ins Wanken geraten, hat Risse bekommen, hält nicht mehr Stand. Der Prozess der Veränderung setzt ein und birgt einen Zwischenraum, in dem die alte Form verloren geht und die neue noch nicht erreicht ist, ein Moment, in dem sich alles neu finden und ordnen muss, ein Moment der größten Unsicherheit. Ausgehend von der Frage, ob dieser Zustand auch erlösendes und hoffnungsspendendes Potenzial birgt, begibt sich Schauspieler Mervan Ürkmez auf eine Forschungsreise. Er befragt Expert:innen unterschiedlicher Fachrichtungen und verknüpft die theoretischen Recherchen mit praktischen. In der rhythmischen Sportgymnastik findet er eine sichtbare Metapher, ein körperliches Abbild des verunsichernden Übergangs: Mithilfe des Sports wachsen Körper scheinbar über sich hinaus, verwandeln Momente der höchsten Anstrengung in Magie, verlieren die Form oder nehmen eine neue an. Und vor dem Wettkampf, in dem man unter kritischen Augen bestehen muss, gilt es, die Schwelle der Aufregung zu überwinden. Mervan Ürkmez hat selbst mit dem Training begonnen und eine Choreografie erarbeitet.


Dauer: ca. 50 Minuten, keine Pause

Premiere: 03.11.2023

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Team

  • RegieMervan Ürkmez
  • Raum
    Franziska Bornkamm, 
    Eva Seiler
  • Ausstattung
    Mariam Haas, 
    Martha Pinsker
  • Musik
    Antonia Manhartsberger
  • Choreografie
    Anne Greta Weber
  • Dramaturgie
    Male Günther

Trailer

Pressestimmen

»Die Kür, die Mervan Ürkmez am Ende tatsächlich abliefert, ist beachtlich. Sie enthält wunderbare Formationen mit einem rosa-blau-fluoreszierenden Band, komische Momente, in welchen der Schauspieler seine aussagekräftige Mimik einsetzt, aber auch so manches, das an die Qualität von Profisportlerinnen nicht heranreicht, nicht heranreichen kann. Die Mischung aus Spaß und Ernst, aus intelligenten Texten und hohem körperlichem Einsatz, aus der Einbettung dieses Tuns in unsere Welt, die dabei ist, aus den Fugen zu geraten, all das ist großartig, bewundernswert und voller Poesie. Zugleich tut es auch gut, dass das Genderthema, das gerade bei diesem Sport heiß diskutiert wird, nicht mit dem Holzhammer oder belehrend behandelt wird. Auch das ist ein Grund, warum rhythmische Sportgymnastik tatsächlich auf die Bühne gehört.« Michaela Preiner, European Cultural News, 3. November 2023